Um 1700 ist der erste Kronenwett nach Langensteinbach eingewandert

Simon Kronenwett, früher Cronewett und dann Cronenwett geschrieben, ist nach Langensteinbach eingewandert. Woher die Familie kam und wo er geboren wurde, konnte bisher noch nicht erforscht werden.

Bei der Huldigung des neuen Markgrafen 1709 wird er mit seinem ledigen Sohn (mindestens 14 Jahre alt) zu ersten mal erwähnt: Simon Cronewette und Jerg (Georg) ledig. Vom Alter her wäre es auch möglich, dass es sich um zwei Brüder handelt.
Auch im Einwohnerbuch der Markgrafschaft Baden-Durlach im Jahre 1709 (Herrmann Jacob, Druck 1936) sind CRONEWETTE Jerg (ledig) und CRONEWETTE Simon im Ort Langensteinbach erwähnt.  Dies sind die ältesten Nachweise über die Familie Cronewett die ich bis heute habe. Die Langensteinbacher Cronewett's waren evangelisch.

Bisher konnte ich vor dieser Zeit keine andere Familie Cronenwett finden. in Süddeutschland und Österreich gab es jedoch zahlreiche Familien Cronewetter. Der Name Kronewette könnte daher von Cronewetter abgeleitet sein. Alle Familien in Deutschland, Europa und den USA die sich heute Kronenwett oder Cronenwett schreiben. stammen mit höchster Wahrscheinlichkeit von dem Langensteinbacher Familienstamm ab.


In der "Langensteinbacher Schätzungs-Tabelle oder Vermögens-Anschlag  [Verzeichnis der Steuerzahler] Anno 1724" ist zu lesen:
Simon Cronewett Häuser und Gebäu = 75 fl. (Gulden), Liegendes = 211 fl. u 58 1/2 kr. (Kreuzer), Bürgerschatz = 50 fl., Fahrnus = 20 fl., Thut (steuert) monatlich = 35 3/4 kr. (Quelle: Ahnenforschung Alfred Sykora, Langensteinbach)

Dieser Simon Cronewett war evangelisch und wurde ungefähr 1672 geboren. Er starb am 25. Februar 1758 in Langensteinbach. AMT: Richter [heute etwa wie Gemeinderat], STAND: Bürger.
Simon heiratete eine Anna Margaretha. Es scheint sich um eine reiche, angesehene Familie gehandelt zu haben. In der Langensteinbacher Ortschronik wird ebenfalls über diesen Simon Cronewett berichtet, viele Wiesen und Felder sind auf ihn in der Schätzungstabelle von 1724 eingetragen.

Zu den reichsten Familien in Langensteinbach gehörte auch dessen Sohn (Bruder?) Georg (Jerg) Cronewett (geboren 1697). In der Schätzungstabelle von 1724 ist sein Haus mit einem Wert von 120 Gulden eingetragen. In der Langensteinbacher Schätzungs-Tabell oder Vermögens-Anschlag pro Anno 1724 ist zu lesen: Georg Cronewett, Häuser und Gebäu = 120 fl. (Gulden), Liegendes = 236 fl. u. 18 kr. (Kreuzer), Bürgerschatz = 50 fl., Fahrnus = 18 fl., Thut monatlich = 42 1/2 kr. (Quelle: Chronik "Langensteinbach das einstige Fürstenbad", 1912) Er besaß mehr zu versteuerndes Vermögen als sein Vater (Bruder?). Es ist anzunehmen, dass seine Ehefrau eine entsprechende Mitgift mitgebracht hat.

In der Schätzungstabelle von 1724 werden u.a. folgende weitere Namen genannt: 
Familie Simon Cronewett und Familie Georg Kronenwett (Sohn), Johann Krafft Flößer (Schultheiß und reichster Bürger), Hanß Georg Becker (Amtmann), Christian Strobel (Bäcker), Hans Jacob Nagel, Martin Stoll, Caspar Lutzle, Hans Jacob Seuther (auch Seiter geschrieben), Hans Michael Seuther (musste als Taglöhner arbeiten), Andreas Meyer (Langensteinbacher Schneider), Michel Scheidle, Johann Ludwig Denninger (alteingesessener Langensteinbacher), Christian Dreyer (arbeitete als Maurer), Heinrich Meyer (Zimmermann), Carl Bach (Landwirt ohne handwerkliches Nebeneinkommen), Hans Wilhelm Knab   (Leineweber), Witwe von Hanß Martin Rau, Johannes Ückelin (Ückele), Hans Martin Miller (beide Landwirte), Hans Philipp Ückelin (Schumacher, hatte das zweitgrößte und -schönste Haus),  Hans Georg Kürchenbauer (Kirchenbauer), Christian Gebhard, Johannes Guthel, Witwe von David Gebhard, Hans Michel Ückelin (Schumacher, Sohn von Hanß Philipp), Witwe des Hans Christof Rau, Hans Philipp Rist aus Linkenheim, Ludwig Wagner, Witwe von Michel Schäfer, Witwe von Hanß Caspar Rau, Hans Raunßer, Anna Barbara Güntherin, Johannes Rettau (einer der Ärmsten), Elisabetha Ristin, Johann Philipp Flößer, Simon Mitzau, Mathäus Rieß (Bäcker), Hans Georg Ried (Wagner), Hans Michael Knab, Cristina Barbara Schlittbauerin, Conrad Knab (erbte das Haus von Schlittbauerin),  Hans Martin Walther (einer der Ärmsten), Caspar Lutzle, Wilhelm Schmid, Hans Krafft Ried, Hans Krafft Kirchenbauer, Mathäus Lichtenfels, Martin Stoll, Jakob Scheidle (Metzger), Magdalena Flößerin, Bernhard Nagel, Michel Roth (Leineweber), Hans Philipp Rau, Lorenz Rupp (Jäger der Forstei). Der gesamte Vermögensanschlag stellte eine Summe von 14.756 Gulden dar, womit Langensteinbach zu den wohlhabendsten Gemeinden der Durlacher Ländereien zählte.

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